Roswitha S.:*
Sehr geehrter Herr Optiker!
Ich habe eine neue, teure Gleitsichtbrille, mit der ich zwar sehr gut sehe, aber die Brille drückt so stark auf meinen Nasenrücken, dass es bereits nach kurzer Zeit schmerzt und die Haut starke Rötungen und Eindrücke aufweist. Ich spürte bereits nach ca. 5-minütigem Probetragen der neuen Brille, dass sie eher schwer ist und drückt (war beim Aussuchen der Fassung ohne Gläser nicht spürbar). Der Optiker meinte, darauf angesprochen, dass es eigentlich passen müsse weil ausgemessen, er wolle da jetzt nicht herumbiegen und ich würde mich daran gewöhnen. Tatsache ist, dass die neue Brille laut Briefwaage 30 g wiegt, die alte nur 20 g. Dazu kommt, dass die neue Brille zwar sehr elegante, aber sehr kleine "Schoner" für den Nasenrücken hat, und sich auf diesen kleinen Druckpunkten offenbar das ganze Gewicht der gesamten Brille konzentriert. Ich habe nun die Befürchtung, dass auch ein Zurechtbiegen keine Lösung bringen wird, weil die Brille dadurch nicht leichter wird. Von Ihnen wollte ich nun gerne wissen, was ich für Möglichkeiten habe. Kann man z.B. die Brillengläser in eine neue, leichtere Fassung einbauen, kann ich das verlangen, wenn sich sonst nichts verändern lässt und auch durch Biegen keine Verbesserung des Tragekomforts eintritt? Ist das technisch überhaupt möglich? Ich bin sehr unglücklich jetzt mit dieser Brille, bereue den Kauf, sitze jetzt mit meiner "alten" im Büro, da ich die neue Brille nicht länger als eine Stunde aushalte.
Ich weiß, ich könnte gleich zu meinem Optiker fahren, aber bevor ich mir irgendetwas von diesem erzählen lassen muss (wir hatten keinen besonders guten Draht zueinander), würde ich vor einem Besuch bei ihm gerne über Möglichkeiten in einem solchen Fall Bescheid wissen.
Mit bestem Dank im Voraus für Ihre Ratschläge
und freundlichen Grüßen,
Mag. Roswitha Sunnerer
OPTIKER ONLINE: Besprechen Sie doch einfach mit Ihrem Optiker, ob er die Nasenauflagen der neuen Fassung nicht einfach gegen etwas größere austauschen kann, damit sich der Druck besser verteilt. Oft hilft das schon sehr gut.
Sehr geehrte Frau Mag. S.!*
Auch die Anpassung der Stege an den Nasenrücken muss sehr genau gemacht werden, damit die Auflageflächen wirklich parallel zur Anatomie verlaufen und keine Druckstellen am Rand entstehen.
Ein Umsetzen der Gläser in eine andere Fassung ist oft nicht ganz einfach, da ja die Form und bei einer Gleitsichtbrille besonders auch die Position der Gläser vor den Augen schon auf die derzeitige Fassung abgestimmt sind.
Besprechen Sie am besten die Problematik nochmals in Ruhe mit Ihrem Optiker.
Oliver Svadlenak beantwortet.
*Nachname des Leserbriefschreibers der Redaktion bekannt